1.Grenzlauf 04.
November 2007
von Ilsenburg nach
Walkenried Strecke:
57,7 km
Höhenmeter:
2500
Andreas
Gloger Zeit: 6:30 Uhr
Sebastian
Kurch
Schnitt: 5:41
min./km
Die Idee:
Immer wenn irgendwo neue oder alte wieder ins Leben gerufene Wege erwähnt
werden fang ich an zu überlegen ob das Etwas für mich ist. Also Lauftechnisch.
So ging es mir mit Karstwanderweg, dem Hexenstieg, dem Kaiserweg oder dem
„Harzrundweg“ den wir ja schon gelaufen sind.
Der mit dem Grünen „G“ gekennzeichnete Grenzweg reizte mich aber
besonders, zum einen wegen seiner markanten GPS- Messwerte, zum anderen wegen
seiner absoluten Nähe zur Heimat und nicht zuletzt bewegt mich seine Historie.

Das Wetter:
...könnte man als ideales Herbstlaufwetter bezeichnen. Trocken kaum Wind und
Streckenweise Sonnenschein. Lediglich der Brocken war jahreszeitlich passend
Wolken verhangen und direkt auf dem Gipfel empfindlich kühl (ca.1Grad) und
windig.
Als äußerst robuster und gut vorbereiteter Begleiter auf der gesamten Strecke erwies sich Vereinskamerad Sebastian Kurch. Bei Kilometer 31 stieß Karl- Ernst Wernecke zu uns, der alte Routinier wollte sich nicht mehr die gesamte Strecke antun. Trotzdem ein wichtiger Helfer auf den harten Restkilometern im Stadtwald.
Na ja, der Zeitplan:
Erstmal unterschätzte ich die Anfahrt, so dass wir erst 20 min. später als
geplant starteten.
Zum anderen unterschätzte ich den Zeitbedarf an den Verpflegungsstellen. Jedoch
unsere Helfer wollten ja auch bei Laune gehalten werden und ehrlich gesagt
kamen uns die kurzen Abstände dann doch zu Gute. Waren doch sogar auf der
vorletzten Verpflegung kleine Standmassagen im Angebot. Und Zeitplan hin oder
her, es war doch kein Wettkampf.
Maximal überzogener Ehrgeiz. Wir sind trotzdem sehr zufrieden mit dem
Geschafften.
Die Strecke:
... möchte ich als sehr abwechslungsreiche für deutsche Verhältnisse extrem
hoch und ausreichend lang bezeichnen. Sie hätte das Zeug mit den schönsten
Ultrastrecken in Deutschland mit zu buhlen.
Beginnen tut Sie in Ilsenburg hinein ins tiefe Eckertal unter der imposanten
Staumauer der Talsperre hindurch über sie hinweg immer ansteigend an der
Rangerstation vor bei, auf den Plattenweg bis zum Brocken. Den Goetheweg hinab
auf festen Stegen übers Moor. Runter zum Dreieckigen Pfahl immerweiter auf den
berüchtigten Platten bis zur Wurmbergschanze. Die man immer wieder, wenn man
sich umdreht, als Wegmarke erkennt. Dann sieht man schon in der Ferne Hohegeiß
auf dem Berg thronen. Der Weg geht jedoch noch weiter ins herrlich breite
„Warme Bodetal“.
Jetzt hinauf zum Grenzland Freilichtmuseum für das wir jedoch keine Augen
haben. Noch zweimal stark bergab und wieder auf dann sind wir in Hohegeiß. Dann
einen vorbildlich hergerichteten Weg bis zum Jägerfleck hinein in den Ellricher
Stadtwald und damit in den wohl schönsten wild romantischen Teilabschnitt des
Grenzweges. Am Königsstuhl über die Straße bis zur Walkenrieder Heide ins Ziel
auf dem Kupferberg. Ein wirklich imposantes Teilstück des „Grünen
Bandes“ und zu dem noch unsere nähere Heimat.
Andreas Gloger